Auf der Suche nach dem Schatz des Eldorado

Ein Bericht von Christa Baisch

 

Als die ersten Europäer nach Amerika kamen, wunderten sie sich, so schreibt Charles
C. Mann in seinem Buch „Amerika Vor Kolumbus“ * wie schön, wohlgebaut und gesund
die Menschen waren, die sie dort antrafen. In Europa herrschten Hungersnöte,
Epidemien, Kriege. Die ersten Siedler kamen unterernährt, mit teils rachitisch
verkrümmten Körpern in der neuen Welt an. Für die Indios waren sie ganz einfach
hässlich.

 

Mann, Charles C.
Preis: 34,95 EUR
 

 

Die Entdeckung Amerikas war für das Leben auf unserem Planeten das folgenreichste Ereignis seit dem Aussterben der Dinosaurier.

 

Mann, Charles C.
Preis: 29,95 EUR
 

 

Charles C. Mann schreibt die Geschichte des vorkolumbischen Amerikas. Er macht deutlich, dass die indianischen Kulturen oftmals weiter entwickelt waren als die europäische.

 

 

Trotzdem kam es zu dieser unglaublichen Überwältigung. Für die Indios, die
Muiscas, die dort siedelten galten andere Werte. Sie erzählten den europäischen
Ankömmlingen von ihren Bräuchen und Ritualen, darunter die Inthronisierung ihres
Königs.

 

Die Geschichte vom El Dorado

Der König wird auf einem Floß über die Lagune Guatavita geleitet. Sein Körper
wurde zuerst mit einer Klebepaste eingeschmiert und dann mit Goldstaub und Blattgold
bedeckt. So spiegelte sich die Sonne während der Überfahrt auf seinem Körper. Bevor
er ans Ufer trat, tauchte er in den See, damit das Gold abgewaschen wird. Es war sein
Geschenk an die Götter. Die Menschen seiner Volkes machten den Göttern auch
Geschenke, sie warfen Goldschmuck und Smaragde in den See. Die Muiscas waren
hervorragende Goldschmiede, aber sie wussten auch, dass man von Gold nicht leben
kann. Die Spanier und die späteren Eroberer Amerikas hat dieses Ritual in den
Wahnsinn getrieben. Sie suchten diesen See, das El Dorado.

 

Die Sage vom El Dorado, dem golden Mann, lebt spürbar weiter.

Lancha El Dorado

Die Sage vom El Dorado – die wahren Schätze der Indios. Aufgenommen im Museo de Oro, Bogota.

 

 

 

web-fb-YRP_0270

Landschaft um die Laguna de Guatavita

 

Zusammen, mehr Erkennen.

Die Muiscas kennen neun Welten, vier männliche, vier weibliche und eine gemeinsame
Welt. Es gab also keine Frauenbewegung bei den Muiscas, ganz einfach deshalb, weil
es nicht notwendig war, die Geschlechterwelten stehen sich gleichwertig gegenüber.
Standen sich gegenüber, gibt es die Muiscas noch? Wann erreichen wir mal wieder so
einen hochrangigen Grad gesellschaftlichen Zusammenlebens? Wir sind immer noch
weit weg davon.

 

web-fb-YRP_0365-urwissen-indios-muisca

In den Bäumen ist das Ur-Wissen des Muisca Volks und der Indios gespeichert

 

Es regnet und der Aufstieg zur Lagune ist steil und rutschig. Die Nachfahren der
Muiscas betreuen und pflegen das Gelände, haben es wieder zum Leben erweckt.
Unsere Führerin steuert uns energisch durch den Urwald. Die weibliche
Selbstverständlichkeit ihrer Vorfahrinnen scheint ihr noch in den Gliedern zu stecken.
Ihre Anweisungen sind klar, wir beachten es gehorsam, zum Luft holen bleibt kaum Zeit.
Immerhin besteigen wir einen Dreitausender. Der See ist inzwischen gut geschützt. Wir
dürfen nur an einer Seite den Aufstieg machen, die andere Seite ist geschlossen, damit
die Natur sich erholen kann. Die Wege sind abgegrenzt, die Pflanzen können ungestört
wachsen, ein Urwald fängt wieder an zu sprießen.

 

web-fb-YRP_0258-trompetenpflanze

Die Führerin zeigt den Reisenden wilde Trompetenpflanzen

 

Rätsel über die Entstehungsgeschichte

Der See ist entweder durch einen Meteoriteneinschlag entstanden, das sagen die
Muiscas oder durch einen Vulkanausbruch, das belegen neuere Forschungen, er ist
jedenfalls rund. Der Wasserspiegel liegt mehrere Meter tiefer, dafür sorgten die
Engländer. Auf diesem heiligen See der Muiscas wurden ihre Häuptlinge gekrönt.
Auf einer vergoldeten Fähre wurde der vergoldete König von einem Ufer zum anderen
geleitetet. Bevor er an Land ging und seine Frau begrüßte, tauchte er ins Wasser, damit
das Gold auf seinem Körper abgewaschen wurde. Das Gold versank im See. Dem
königlichen Goldopfer warfen die Muiscas noch Smaragde und andere Schätze
hinterher. Unvorstellbar für die europäischen Eroberer. Als es nicht gelang, den See
trocken zu legen, um an die Goldschätze zu kommen, sprengten die Engländer eine
Schneise in den Felsen am Seeufer. Dadurch senkte sich der Seepegel, aber das
Wasser floss nicht vollständig ab, Gold liegt immer noch und unerreichbar auf dem
Grund, das Eldorado.

 

web-fb-YRP_0340-abschluss-erdung

Aktivierung der Ur-Kraft und Lichtsäulen-Verankerung an der Laguna de Guatavita

 

Der See verkörpert für die Muiscas den Mond,
das weibliche und schöpferische Element.

Wenn die Sonne auf den See scheint, verändert er seine Farbe,
er wird immer grüner, smaragdgrün.

Zeit, das weibliche Prinzip wieder zu erhöhen.

 

web-fb-YRP_0277-lagune-pflanzenwelt3200

Die Laguna del Cacique de Guatavita, ca. 1 h Fahrtzeit nördlich von Bogota de Santa Fe.

 

Erlebe selbst diesen Kraftplatz auf 3200 Meter Höhe,
den „Ermächtigungs- und Krönungs-“ Bergsee.

Erinnere Dich an die Sage vom „El Dorado“.

Mehr spannende und interessante Infos zur Laguna de Guatavita gibt es hier:

>> Laguna del Cacique Guatavita-Zeremonie mit Gerardo Joaquin Laempe

 

Erfahre noch mehr über die Kolumbienreisen mit Gerardo J. Laempe,
trage dich hier kostenlos ein.

 

 


 

 

web-YRP_0309_glaempe-laguna-de-guatavita

Gerardo J. Laempe mit den Huasca Essenzen an der Laguna de Guatavita

 

Willst Du mehr über die transformativen Pflanzensymbole erfahren?

Hier bekommst Du einen Ausschnitt des Booklets, sowie weitere tolle Features:

Infos & Symbole gratis anfordern.
Hier klicken!

 

Fotos von Yessica Regler; Danke an alle Teilnehmer.
Text Christa Baisch, Reiseleitung Gerardo Laempe