Ein Bericht von Christa Baisch,

Journalistin und Teilnehmerin an der Experience Kolumbienreise

 

Wir fahren raus aus Bogota, aufs Land, dort treffen wir abends auf einer Finca
den Taita Juan Jamioy. Vorher haben wir noch was gegessen. Es ist ein
Familienausflugslokal an der Straße mit Spielplatz und fetten grünen Wiesen mit
Kühen, die aussehen wie im Allgäu. Kolumbien ist für seine Viehwirtschaft berühmt,
die Europäer haben die Milchkühe mit hierhergebracht, auch dafür wurde der
Regenwald abgeholzt, für die Kuhweide. Man isst Fleisch, Kolumbianer essen gerne
Fleisch. Ein paar Fleischspieße, zwei Steaks, ein Kotelett, was vom Hühnchen,
vielleicht noch eine dicke Wurst, dazu gibt es ein paar Kartöffelchen, Reis, gekochte
Bananen, kleine Beilagen, eine normale Portion. Ich habe eine Kartoffelsuppe
gegessen, kolumbianische Spezialität, schmeckt ein wenig nach Erbsensuppe.
Getrunken wird zum Essen Saft oder Limonade, wenig Alkohol.

 

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Gerardo Joaquin Laempe bei der Taita Zeremonie in einem Kapellenraum einer Finca in Kolumbien

 

Mit Taita Juan Jamioy ist eine Segenszeremonie für unsere Reise geplant.
Taita Juan Jamioy ist schwer zu erreichen und es war ein Zufall, dass Gerardo den Termin
mit ihm vereinbaren konnte. Der Yagé Taita (Ayahuasca Schamane) kommt wie die meisten
Taitas Chamanes aus Putumayo, das ist ganz im Süden von Kolumbien,
er ist aber wenig zu Hause, am nächsten Tag flog er weiter zu einem Schamanentreffen
und Heilerkongress nach München.

Die Finca-Eigentümerin begrüßt uns, sie bürstet dabei ständig ihre Haare. Für das
Lagerfeuer ist das Holz schon aufgeschichtet, wir zünden es an, es ist kalt.

Bei der Zeremonie mit Taita Juan Jamioy und Gerardo Joaquin Laempe
soll für uns die Anderswelt sichtbar
werden.

Wir sind natürlich immer in der unsichtbaren Welt, nur, wir sehen es nicht,
wir nehmen diese Welt nicht wahr, wir spüren sie kaum. Bei dem Besuch beim Taita
wollten wir in diese unsichtbare Welt blicken. Dafür müssen andere Kanäle geöffnet
werden.

 

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Zeremonie mit den Ayahuasca Pflanzensymbolen von Carmen Laempe

 

Bevor der Taita kommt, machen wir unsere eigene Zeremonie, wir ziehen zwei
Pflanzenkarten. Es sollten immer zwei Karten sein, die man zieht, man steht auf zwei
Beinen, es gibt zwei Seiten einer Angelegenheit und daraus kann ein Drittes
wachsen, eine Verbindung, was Gemeinsames. These, Antithese, Synthese, wir
bewegen uns ganz auf Kant‘schem Terrain mit unseren Pflanzenkarten. Die Karten
sind so eine Art Lexikon, vielleicht auch ein Alphabet. Es sind eigenartige Formen,
die Carmen Laempe auf den Karten aufgezeichnet hat, aber jede Form hat
ihre Bedeutung. Die Bedeutung kommt aus der Pflanzenwelt, aus der Intelligenz der
Natur, es sind die Ayahuasca Pflanzensymbole. Sie sind wie eine Sprache, eine
Übersetzung, die es möglich macht, mit dem Unsichtbaren zu kommunizieren. Die
Anderswelt wird sichtbar. Eine ungewohnte Kommunikation und dabei ist es so und
für Gerardo ist es völlig selbstverständlich: Die unsichtbare Welt ist realer als diese
Welt. Ich komme mir vor wie ein Analphabet, spüre die andere Welt, aber verstehe
nichts.

 

Ayahuasca wird auch als Getränk hergestellt. Für die Menschen im Amazonasgebiet
ist es ein heiliges und uraltes Getränk, mit dem die Türen sich zur Pflanzenwelt
öffnen. Man sagt, die Seele der Ayahuasca ist in dem Getränk enthalten. Das
Zusammenleben mit der Natur lief in Amerika in den letzten Jahrtausenden anders
ab als in Europa. Wie hoch die Kulturen waren, die sich in diesem Zusammenleben
entwickelten, wird jetzt erst langsam entdeckt. Dabei frage ich mich, warum ist es uns
nicht gelungen, mit der Unterstützung der Natur zu leben?

 

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Der Taita reinigt die Teilnehmer

 

Die Karten sind eine direkte Botschaft aus der Ayahuasca – Welt. Wir trinken
Ayahuasca nicht, wir ziehen ganz einfach die Karten und Essenzen.

Wer mehr über die Pflanzenbotschaften erfahren möchte,
dem empfehle ich sich hier einzutragen:

 

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40-Minütige Transformationsreise

 

Segnung unserer Reise mit Taita Juan Jamioy

 

Juan Jamioy sieht aus, wie man sich einen Taita vorstellt, jedenfalls für die
Zeremonie hat er sich beeindruckend zurecht gemacht. Es ist ein kleiner
Kapellenraum auf der Finca, in dem die Zeremonie stattfindet. Ein Tisch wurde als
Altar vorbereitet mit allen Göttern und Wesenheiten, die für unser Leben wichtig sind,
ein interreligiöses Treffen auch mit Jesus und Maria. Der Taita singt, macht Musik
und andere Geräusche, er kommuniziert mit den Elementen. Gerardo assistiert
neben ihm, wir sitzen vor dem Tisch. Dann rauchen wir die Pfeife: der Taita bläst aus
seiner Pfeife über ein Röhrchen etwas Yopo-Schnupfpulver in das linke und rechte Nasenloch
von uns. Es ist Yopo, eine Samenart aus dem Regenwald, was wir geschöpft bekommen. 
Wir beginnen mit der Zeremonie, wir gehen der Reihe nach zum Taita vor,
er pustet in unsere Nase und wir setzen uns wieder auf den Stuhl.
Mit der Zeremonie und dem Schnupfpulver der Yopopflanze wird
die Pflanzenbewusstseins-Energie unmittelbar aktiviert.

Wir sind Natur, wir gehören zur Natur, mit dem Rauch und dem Yopo-Pulver
wird
 die Lebensenergie in uns zum Fließen gebracht.

 

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Taita Juan Jamioy und Business Schamane Gerardo Joaquin Laempe

 

Ich sitze auf meinem Stuhl und spüre nichts, alles ist dunkel, meine Augen sind
geschlossen. Ich werde schon unruhig, enttäuscht, habe ich irgendwas falsch
gemacht, warum passiert nichts? Dann passiert es doch, die Reise geht los.

Es öffnen sich Räume, Lichter, es glitzert bunt, Stimmen rauschen um mich herum, mein
Körper ist wie bei einem Flug in einer leichten Anspannung und unbeweglich, wie
festgeschnallt. Ich trage eine Art Raumanzug, eine Gesichtsmaske, es ist wie eine
der Masken aus dem Goldmuseum und ich habe das Gefühl, dass sich mein Mund
zu diesem rechteckigen Ausdruck der Masken verzieht. Ich fühle mich wohl, stark,
ich
 reise. Fantastico. Sie begrüßen mich, diese Wesenheiten aus einer unbekannten
Welt, sie begleiten mich in immer weiter entfernte Räume, ich lasse mich führen,
sitze auf meinem Stuhl, fest angeschnallt, wie im Cockpit. Neben mir geschieht alles
mögliche, es interessiert mich nicht, ich bin unterwegs, auch als die anderen zum
Feuer rausgehen, bleibe ich sitzen. Meine Augen sind wieder geöffnet, ich bin allein
mit den Wesenheiten auf dem Tisch vor mir. Die Figuren auf dem Altar beginnen mit
mir zu reden.

Drei kleine Personen, vielleicht Zwerge, sagen mir, dass der
Regenwald nicht sterben kann. Ich bin beruhigt,… 

… frage mich trotzdem, wie das gehen soll bei den Bulldozzern,

die täglich in diesem Gebiet unterwegs sind. Es ist trotzdem
tröstlich, es zu hören. Ich vertraue ihnen, glaube es einfach. Yoleisa kommt, ich
werde energisch zum Aufstehen aufgefordert, wir fahren wieder zurück, ich muss
mich von den Wesen trennen, meine Reise beenden.

 

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Die Teilnehmer entspannen bei einem Tee am Lagerfeuer

 

Weitere Informationen und Erfahrungen gibt es hier:

http://zauberpilzblog.net/links/

ur-schamanin.de 

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Text: Christa Baisch
Fotos: Yessica Regler